Der Löwe in mir, Teil 2 (1/2)

die linke Hand jukt

Wenige Monate zuvor…

Diese eine Woche Urlaub hatte ich mir verdient. Ich genoss den morgendlichen Kaffee unter der duftenden Frühlingssonne. Auf der kühlen Steinmauer am Marktplatz der Altstadt entspannte ich, meine von der Arbeit schmerzenden, Füße. ‚Das Leben ist schön‘ dachte ich mir.

Meine liebe Freundin Chrissy, die auch bei Starbucks arbeitete, leistete mir an diesem Mittwoch meiner freien Woche Gesellschaft. Wir schnatterten wie zwei kleine Enten über den Sommer, die frische Luft, Freunde und Familie.

Aus der Ferne nährte sich ein Knubbel Menschen. Chrissy und ich grinsten und fragten uns „Was macht der Knubbel Menschen denn da?“

Nach und nach konnten wir auch ein paar Details erkennen. Ein Farbiger mit einem Grinsen bis unter den Haaransatz kam zielgerichtet auf uns zu. Er schien das zentrale Alphatier des Knubbels zu sein. Irgendwann erkannten wir eine Filmkamera und der Knubbel entfaltete sich als ein Fernsehteam.

Das Alphatier kam näher und näher und setzte sich direkt neben mich. Verschämt kicherten chrissy und ich. Wir waren im Fokus der Kamera. (Für mich wäre sowas neu. In Aachen findet man solche Dinge nicht allzu häufig. Noch  heute glaub ich die haben sich damals verlaufen)

„Naaa, hast du Lust 3000 Euro zu Gewinnen?

Was hab ich zu verlieren, dachte ich mir. “ Nur wenn sie mitkommen darf“ und deutete auf meine ermutigende liebe Freundin, Chrissy.

Kaum waren die Worte ausgespuckt, wurden wir verdrahtet wie C3PO, eingewiesen in die Goes and Don’t s des Show Businesses und es fing an.

„Wer weiß es, wer weiß es nicht“ das war der Name der Sendung. Vielleicht kennt der ein oder andere dieses Format.

Die Spielregel: ich bekomme eine Frage gestellt und ich muss jemanden finden der die Antwort weiß, bzw. Nicht weiß. Ich kannte weder die Sendung noch den Moderator, aber das ganze Team schien mir sehr nett. Das Spiel sollte aus drei Fragen bestehen.

Ich hatte einen richtig guten Lauf. Der Jackpot schien so nah. Doch plötzlich bekam das Alphatier einen „FAKE-ANRUF“.

„Ja! ich bin hier mit Julia. Ja sie macht sich gut. …. bei 2000 Euro. Ok, richte ich ihr aus. Ja ja…“ Er beendete den Anruf und blickte mir tief in die Augen „Julia, Ich habe einen Anruf bekommen. Wir verdoppeln den Gewinn, dann musst du nur ein paar mehr Fragen beantworten. Oder du behältst den Gewinn und kannst nach der nächsten Frage nach Hause gehen.

Ich war am zittern und schon ziemlich angestrengt, dass ich nichts Julia-typisches im Fernsehen sage, was peinlich hätte werden können. Ich musste mich entscheiden. Weder die 3000 Euro noch die 6000 Euro waren sicher. …

…fortsetzung folgt…

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Der Löwe in mir, Teil 1

Mit 24 wurde ich schwanger von einem Mann den ich kaum kannte. Er war Engländer. Nur zu Besuch in Deutschland. Ich arbeitete bei Starbucks, hatte Pläne zu studieren.

Der Wecker tickte, ich hatte Frühschicht, d.h. Fünf Uhr aufstehen, vorher eine Runde Joggen. Mir war so schlecht. Ich kämpfte mich durch meine morgendliche Runde, hatte kaum Luft bekommen, fühlte mich krank, träge. „Ich bekomme meine Tage“ dachte ich mir. Auf der Arbeit bekam ich Heißhunger Attacken. Der Arzt schrieb mich krank. Eine Woche, zwei Wochen. Ich googelte meine Symptome. Irgendwo stand Schwangerschaft. „NEIN!!!“ Die kurze Affäre mit dem Engländer war schon längst vorbei. Ich kontaktierte ihn, besorgte einen Schwangerschaftstest. Der hing direkt neben den Kondomen, was eine Ironie. Ich pinkelte schön langsam über den Test, damit es auch bloß 10 Sekunden dauert.

ZACK! Da war er. Streifen Eins und Streifen zwei. 

„SCHEIßE! SCHEIßE! SCHEIßE! Ich kam aus dem Bad, am weinen, verzweifelt und sagte ihm ich sei schwanger. Seine Worte waren „Don’t cry. A Baby is a blessing“ Liebevoll und gütig war sein Blick. Ich sehe ihn heute noch vor mir und seine Worte klingen noch heute in meinen Ohren. Nicht weil ich mich ihm so nah und verbunden fühlte. Ganz im Gegenteil. Sondern weil er Recht hatte. “ A Baby is a blessing.“

Was danach geschah glich einem Albtraum. Er zog kurzer Hand bei mir ein. Er fing an mich zu beleidigen und zu belügen.  Auf einmal änderte er seine Meinung und wollte das Baby nicht mehr haben.

Dann eines Abends, als ich von der Arbeit kam, sah ich, dass er sich auf meinem Laptop bei Facebook eingeloggt hatte. Auf YouTube war Christina Aguilera „I am Beautiful“ pausiert und in einem dritten Tab war der Google Translator geöffnet. Darin war ein Text ins Englische übersetzt, der aus meinen Nachrichten bei Facebook stammen musste. (In diesen Nachrichten unterhielt ich mich mit einem Freund über Katzen). Kurzer Hand: Er hatte alle meine Nachrichten übersetzt und mich kontrolliert.

Nachdem ich den Schock des Misstrauens seinerseits überwunden hatte, öffnete ich seine Facebook-Seite. Zuerst aus Witz und Neugier. DA sah ich ein Mädchen nach dem anderen. Er hatte Sex-Nachrichten mit nicht nur einer Frau geschrieben, viele andere Mädchen die er getroffen hatte und noch treffen wollte. Eine Frau stach hervor. Nennen wir sie mal „Kong“. Aus seinen Nachrichten ging hervor, dass er ihr erzählte wir wären nicht zusammen und er würde nur bei mir wohnen. Gemeinsam schmiedeten sie Pläne wie ich durch Psychischen Stress, ausgelöst durch seine aggressiven Streits und bösartigen verbalen Agriffe das Baby verlieren sollte.

Alles ergab einen Sinn. Der ständige unnötige Stress und Psycho Terror, die unfairen Unterstellungen.

…Fortsetzung folgt…

„Müde-Look“ ist out

Von wegen ungeschminkt, hier die besten Tricks trotz Schlafmangel und Zeitmangel fit auszusehen. Mit ein paar Schmink-Tipps, die sich schnell im Bad auftragen lassen.

Dauer: 5-10 Minuten

In letzter Zeit scheinen die Nächte verflucht zu sein. Beide Jungs halten uns auf dem Laufenden. Morgens fühle ich mich total gerädert und kaputt, dementsprechend sehe ich so aus, Augenringe und graue Haut. Morgens fehlt mir auch die Zeit mich in Ruhe zu Recht zu machen. Hier ist mein Tutorial, wenn nichts mehr geht für die tollen Mamis da draußen, für einen erfrischenden Look „Nicht-Müde-Look“.

Die Haut

All diejenigen, die der Pubertät entwachsen sind und trotzdem eine blöde Haut haben.

Finger weg!

Vorab: Wie behandle ich meine Haut: Finger weg! Die Hände haben nichts im Gesicht zu suchen. Wenn man Sorgen hat, man sich unwohl fühlt oder man schon ein paar Pickel hat, fummelt man permanent in seinem Gesicht. Das führt zu massenhaft Pickeln. Also: Finger weg!

Pickel und andere Übeltäter

Falls ein paar Pickel im Gesicht sind, helfen zwei einfache Mittel, die jede Mama zu Hause hat oder auch für den Baby-popo gebrauchen kann.

  • Weleda Calendula, Babycreme  (bei eher trockener Haut und Mischhaut)

https://www.weleda.de/produkt/c/calendula-babycreme?gclid=Cj0KCQjwub7NBRDJARIsAP7wlT-gXqOrB7HlXxQ-1mZVALBfpnJheclGVwIHwFXQvs-ubTsrb_zz3x8aAnGvEALw_wcB

  • Babypuder von Penaten (WICHTIG: nur der von Penaten)(bei fettiger, talklastiger Haut und Mischhaut)

https://www.penaten.de/produkte/penaten-puder

Wie Wird’s gemacht?

Abends, vorm schlafen gehen, entweder das ganze Gesicht oder die betroffene(n) Stelle(n) mit der Creme oder dem Puder bedecken, die Haut darf ruhig weiß eingefärbt sein. Dies dann über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag mit klarem Wasser und einem weichen Handtuch abtupfen. Das jeden Abend wiederholen, bis die Haut eine wirksame Verbesserung aufweist. Kleiner Tipp: Ein Mulltuch auf das Kopfkissen legen, damit keine Flecken auf den Kissenbezug kommen. 

Balea ist TOP!

Als Tagescreme empfehle ich auch den jüngeren Müttern eine Anti-Falten Q10 Creme. Diese Arbeiten bereits  Falten vorbeugend. Ich persönlich bin ein Fan der Balea – Produkte, so gilt das auch für die Q10 Creme von Balea. Sie zieht schnell ein, spendet der Haut Feuchtigkeit ohne sie komplett einzufetten und beugt Falten vor. PLUS der unschlagbare Preis. Man bekommt sie auch bei DM bei den Pröbchen, für die unsicher sind.

Das Gesicht

Als Grundierung für meine Haut benutze ich BB Creme von Garnier. Dafür mache ich einen mandelgroßen Klecks auf meinen Handrücken und verteile diesen auf Stirn, Nase und Kinn.

https://www.dm.de/garnier-getoente-tagescreme-bb-matt-effekt-mittel-bis-dunkel-p3600541195080.html?wt_mc=pdm.google.onlineshop.pla.Makeup.Teint.BBCreamCCCream.Garnier.3600541195080

Da ich grundsätzlich zu Augenringen neige und diese ihre volle Pracht bei Schlafmangel und Stress entfalten, benutze ich immer einen Concealer Fit me von Maybelline New York . Diesen trage ich auf, und verteile ihn erst nach kurzem einwirken von innen nach außen.

https://www.maybelline.de/teint-make-up/concealer/fit-me-concealer

 

Anschließend benutze ich ein Rouge, dass eine Nuance dunkler als meine Haut ist. Ich trage es unterhalb meines Wangenknochen auf.  Auf die Wangen tupfe ich dezent einen Highlighter von Lavera Soft Glowing High Ligther.

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Brauen braucht jeder

Auch wenn es schmerzt, und nervt, aber die Brauen sollte man zupfen. Wenige auserkorene Menschen haben perfekte Brauen, an denen man nichts verändern darf. Dazu gehöre ich auf jeden Fall nicht. Meine Brauen sind hinten zu dick und ich neige leicht zu einer Monobraue. Auch habe ich ein paar kahle stellen, dank der ehemaligen Modeerscheinung strichdünne Brauen zu tragen. Ich hatte sie damals einfach radikal weg gezupft, gar ausgerissen und schließlich haben sie sich für immer verabschiedet von meinem Gesicht.

Ein gut gespitzter Augenbrauenstift
  • Ein gut gespitzter Augenbrauenstift ist die halbe Miete. Mein absoluter Favoriten ist der von Alverde

https://www.dm.de/alverde-naturkosmetik-augenbrauenstift-blond-01-p4010355273260.html

Die Brauen dezent nachmalen. Lücken in den Brauen vorsichtig auffüllen und den guten haarigen Freunden ihrer natürlichen Silhouette nachgehen.

  • Mit dem Augenbrauenpuder von Alverde das ganze Blenden.

Ein großer Fehler der häufig begangen wird ist, dass die nachgemalten Brauen nicht geblendet werden, dadurch sieht das Gesicht sehr angemalt aus. Deshalb, ihr Lieben: blenden. Alles was über den Rand geht, einfach mit etwas creme und einen Ohrstäbchen weg wischen.

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Zu guter letzt mit etwas mattierenden Puder das Kunstwerk vollenden und fertig ist  man für einen Tag, an dem man sich jetz nicht mehr ganz so müde fühlt 🙂

Ein Gedanke zu diesem Thema: Schlafmangel ist krass. Nichts hilft wirklich außer schlafen an sich. Man kann sich aber, wenn man keine Zeit oder keine Nerven hat, zu schlafen, mit solchen kleinen Lebensverschönerungen alles etwas leichter machen.

Danke fürs Lesen.

Eure Jule ❤

 

 

Das passiv-aggressive: SCHLAF KINDLEIN SCHLAF!!!

Schlaf Kindchen Schlaf, dein Vater hüht die Schaaf….. Momentchen mal, der schläft ja auch.

Es klingt banal und so, als wenn ich nach dem zweiten Kind nicht überrascht sein sollte, aber der vier Monate alte Maxi schläft nicht. Seine müden Augen schließen und öffnen sich immer wieder, wie die, einer dieser elektronischen Klobrillen, die immer wieder automatisch auf und zu gehen. Der Moment des Friedens ist so nah, die Augen sind zu. Na da sind sie wieder auf.

Ich kenne das noch von meinem ersten Sohn Leo. Ein paar Wochen war er vorbildlich, gar entzückend lieb und wenn man glaubt, das Uhrwerk könnte nicht besser ticken, klemmt ein Zahnrad und man wird überrascht von nächtlichem Geheule. Babys entwickeln ein Feingefühl dafür, genau dann zu schreien, wenn Mama gerade schläft.

Nun muss ich allerdings gestehen, dass ich mir einen Luxusartikel zur Schwangerschaft meines zweiten Kindes zu gelegt habe. Diesmal habe ich nämlich einen Mann der sich vorbildlich um Kind ‚1 und Kind ‚2 mitkümmert.

Und trotzdem schläft Kind ‚2 nicht. Ich hab da drei Maschinen Wäsche, ein paar Staubmäuse denen schon langweilig wird, dann sind da noch die Fleckenteufel die auf der Couch chillen abgesehen von meiner eigenen Körperhygiene die immer wieder im Konflikt steht ‚Dusche versus keine Dusche‘. Es hilft kein Bangen und kein Hoffen. Alles muss liegen bleiben. Erst wenn ich das Chaos akzeptiere und die ungeladenen Hausgäste (Staubmäuse, Fleckenteufel) willkommen heiße, erst dann wird mein kleiner Maxi entspannt und dreht seine wimprigen blauen Augen weg und schläft, wie ein kleiner müder wilder Stier halt einschäft.

Ich vergesse manchmal in dem ganzen Stress, dass ich nicht alleine bin und vor allem was wichtig ist. Denn Maxi sind die Flecken und der Staub egal. Wenn Babys weinen brauchen sie liebe und nähe. Und dann muss auch mal die Arbeit liegen bleiben. Wie Floskeln und Predigen hören sich diese Aussagen an, aber wenn Frust, Sorgen und Stress mal in einen Karton gepackt und vor die Tür gestellt werden und schließlich nur Mama und Baby übrig bleiben, wissen wir, dass der Haushalt nicht weg läuft und im schlimmsten Fall nur mehr wird. Unser Baby aber kein Ding ist, dass wir in einen Karton packen können (auch nicht metaphorisch) und vor die Tür stellen können.

Wenn der Frust und Stress mal überhand nimmt hilft mir immer etwas, was mir meine große Schwester gesagt hat, als sie ihren Sohn bekam: Erinnere dich daran, Babys haben Phasen, da schreien Sie viel, aber diese Phasen gehen vorbei und dann sind sie wieder die vorbildlichen, gar entzückend lieben Engel, die uns mehr schenken als wir ihnen zurück geben können.

Für Mütter denen dieser Rat hilft, hier meine Buchempfehlung. Es gibt auf dem Buch basierend eine sehr gute Preiswerte gleichnamige App.

 

 

Elternliebe und das Wohngeldamt

Bürokratie. Was ist das eigentlich? Eigentlich soll Bürokratie doch nur Formalitäten festhalten, um organisiert und konstruktiv zu arbeiten. Alles soll richtig und fair ablaufen, oder? Naja, mein eineinhalb jähriger Sohn und ich haben Hunger.

Kurze Erklärung: Ich studiere, bin allein erziehend, meine Eltern verdienen „zu viel“ weswegen sie mir Unterhalt bezahlen müssen.

Achtung! Jetzt wird’s kompliziert. Mein Vater weigert sich. Ich gehe also den Rechtsweg. Das dauert. Mein Anwalt schreibt dem Anwalt meines Vaters einen Brief und der Antwortet und und und… Es läuft eh darauf hinaus, dass ich den Titel gegen meinen Vater bekomme, der ihn dazu verpflichtet mir den Unterhalt zu bezahlen. Aber: das dauert!

Und jetzt der echt komplizierte Teil: Solange ich kein Unterhalt von meinem Vater bekomme, bekomme ich kein Wohngeld, weil ich zu wenig Einkommen habe und dann das Jobcenter für mich zuständig ist. Aber ich stehe dem Arbeitsmarkt als Studentin nicht zur Verfügung. Deswegen ist dieses auch nicht für mich verantwortlich.

Die Lösung: Mein Vater bezahlt Unterhalt, dann bekomme ich auch Wohngeld. Das sind für mich 700 Euro die mir jeden Monat fehlen. Und mit Miete, Strom, Internet und Telefon liege ich zur Zeit bei einem Betrag von 650 Euro. Da fehlen natürlich Lebensmittel Kleidung und die ganzen Teuren Anschaffungen für Kinder von denen junge Eltern so gerne erzählen. Mein aktuelles Einkommen liegt mit Kindergeld, Unterhaltsvorschuss und dem Unterhalt meiner Mutter bei etwa bei 600 Euro. Mir fehlt also über die Hälfte an Einkommen.

Es ist doch zum Kotzen!

Das Amt erstickt in Bürokratie.

Mein Vater hat Angst seinen neuen teuren Wohnwagen in ein etwas kleineres Modell eintauschen zu müssen. Oder das neue Motorrad verkaufen zu müssen, damit seine 26-Jährige Tochter und sein Enkelkind keinen Hunger mehr haben.

Aber nun gut. Ich verstehe das. Bürokratie ist wichtig, damit alles fair und richtig abläuft. Und natürlich will mein Vater irgendwann mal Ruhe haben von den Verantwortungen die ‚Kinder haben‘ so mit sich bringt.

Aber mein Sohn und ich haben Hunger.